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SAARLAND
ARTENREICH

Neue Lebensräume für gefährdete
Tierarten an der Saar


Oktober 2019


Gelungenes Gemeinschaftsprojekt von WOGE Saar und dem Paritätischen

Die inklusive KiTa Raabe in Burbach wird der Öffentlichkeit vorgestellt

Hell, freundlich und einladend: So präsentiert sich die im August eröffnete inklusive Tagesstätte für Kinder von einem bis sechs Jahren in der Raabestraße in Saarbrücken-Burbach, die am heutigen Donnerstag offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Wohnungsgesellschaft Saarland mbH (WOGE Saar) hat hier mit dem Bau eines modernen Kindergartens eine Lücke im Betreuungsangebot im Stadtteil Burbach/Malstatt geschlossen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der WOGE Saar, Staatssekretär Jürgen Barke, freut sich über den städtebaulichen Impuls in Burbach: „Mit der KiTa Raabe investieren wir in die Zukunft der dort lebenden Kinder. Gute Betreuungsangebote sind der Schlüssel für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Kompetenter Partner ist die Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH (GPS) als Betreiber der KiTa Raabe. Möglich wurde die anspruchsvolle Umsetzung durch entsprechende Förderungen des Bildungs- und des Sozialministeriums, des Regionalverbandes sowie der Landeshauptstadt Saarbrücken. Nur so war das 2,5 Millionen Euro-Projekt zu stemmen.

Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk freut sich über das Engagement aller am Bau Beteiligten. „Insbesondere in unseren Ballungsgebieten ist der Raumbedarf groß“, so Benedyczuk. „Ich freue mich daher besonders, dass mit dem Bau der inklusiven KiTa Raabe das Betreuungsangebot in Burbach weiter verbessert wird. Wir werden den Bau von KiTas weiter vorantreiben und mit den Mitteln aus dem Gute-KiTa-Gesetz die Qualität unserer Einrichtungen verbessern, die Elternbeiträge spürbar absenken und weiter in Personal investieren. Jedes Kind soll die Möglichkeit erhalten, eine KiTa zu besuchen.“

Die gemeinsamen Planungen von WOGE Saar und GPS waren von einer vertrauensvollen und intensiven Zusammenarbeit geprägt. Die beiden Gesellschaften haben schon bei der erfolgreichen Verwirklichung eines integrativen Wohnprojektes in Homburg gezeigt, dass sie Hand in Hand zusammenarbeiten können. „Wir wollen nicht nur Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen schaffen,“ so WOGE-Geschäftsführerin Rita Gindorf-Wagner. „Zu einer guten Quartiersentwicklung gehören auch entsprechende integrative Betreuungseinrichtungen für alle Kinder. Daher passt es zu unserer Philosophie, eine Kooperation mit einem Sozialverband einzugehen.“

Die KiTa Raabe ist auf eine inklusive Betreuung zugeschnitten und richtet sich an dem von Maria Montessori geprägten pädagogischen Konzept aus. Die Geschäftsführerin der GPS Bernadette Hiery-Spaniol ist begeistert von der gemeinsamen inklusiven KiTa: „Hier können wir allen Kindern aus allen Nationen mit und ohne Beeinträchtigungen nach den Grundsätzen der Montessori Pädagogik und den Leitgedanken einer gelebten Inklusion einen gemeinsamen Lebensraum schaffen, der ihnen emotionale Zugehörigkeit und individuelle Entwicklungschancen bietet. Der Leitsatz von Maria Montessori ‚Hilf mir es selbst zu tun!‘ ist hier sofort spürbar, sobald man den Kindern und Erwachsenen in der KiTa Raabe begegnet – Ein wirklich gelungenes Gemeinschaftsprojekt vieler kreativer Köpfe.“

Leiterin der KiTa Raabe ist Anne Wetzel. Sie bringt langjährige Erfahrungen als Pädagogin mit Montessori-Diplom in die Gestaltung und in die Konzeption ein, die in einer gemeinsamen Projektgruppe in einer intensiven Vorbereitungsphase erarbeitet wurde.

Die vom Architekturkurbüro Monzel aus Heusweiler geplante und ausgeführte KiTa Raabe präsentiert sich als Schmuckstück, in baulicher wie in konzeptioneller Hinsicht. Schon von außen wirkt das zweigeschossige Gebäude kompakt und freundlich, passt sich städtebaulich in die Umgebung ein. Das lichtdurchflutete Atrium und das den inklusiven Bedürfnissen angepasste Außengelände schaffen Raum für die Entwicklung der Kinder.

Die räumliche und technische Ausstattung sowie die Gestaltung der KiTa Raabe richten sich nach den behinderungsspezifischen Erfordernissen, nach dem Raumprogramm für Kindertageseinrichtungen und an dem von Maria Montessori geprägten pädagogischen Konzept aus. Der neue Kindergarten soll nicht nur Aufenthalts-, sondern auch Identifikationsort für die Kinder sein. Hier werden wichtige Begriffe wie Architektur, Gestaltung, Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit als wesentliche Elemente ihres zukünftigen Lebens vermittelt.

Das alltägliche Zusammenwirken von behinderten und nichtbehinderten Kindern und der Einbezug der Eltern sowie der Nachbarschaft spielen eine große Rolle. Die ersten Erfahrungen sind positiv: Die Kinder gehen offen aufeinander zu, das Miteinander ist von einer gegenseitigen Wertschätzung und Akzeptanz für Andersartigkeit geprägt.

In der KiTa stehen insgesamt 48 Plätze in vier Gruppen zur Verfügung, davon sind 14 Plätze für Kinder mit Beeinträchtigungen. Hier werden in den beiden Krippengruppen jeweils 8 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und in den Kindergartengruppen jeweils 16 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut.
Alles in allem bietet die Einrichtung auf beiden Etagen mit vier Gruppenräumen, einem Bistro, einem Mehrzweckraum und mehreren Therapieräumen auf insgesamt 800qm großzügig Platz für 48 Kinder und ein Team aus 20 pädagogischen Fachkräften.