Schritt für Schritt: Die WOGE Saar saniert ihre Häuser |
Die Wohnungsgesellschaft Saarland ist dabei, in Neunkirchen, Am Wäldchen, fünf Gebäude auf den neuesten Stand zu bringen. Eines davon ist fast fertig gestellt. Das Thema steht nicht erst seit der lebhaften Klimadiskussion auf der Tagesordnung. Zum sparsamen Umgang mit Energie hat sich die WOGE Saar schon lange selbstverpflichtet. Das Unternehmen, einer der größten Immobilienmanager im Südwesten Deutschlands, bringt seine Wohnungen Schritt für Schritt auf den neuesten Stand. Aktuelle Musterbeispiele: Die Komplettsanierung eines Gebäudes in Neunkirchen „Am Wäldchen“, sowie die energetische Sanierung weiterer 3 Wohnanlagen in der Pasteurstraße in Völklingen. Schon im Jahr 2006 hat die WOGE Saar durch die Komplettsanierung von 3 Hochhäusern am Rauenhübel im Völklinger Stadtteil Wehrden begonnen, mit einer hochwertigen energetischen Sanierung den CO2-Ausstoß um 50% zu reduzieren.
Das Gebäude in Neunkirchen und alle 3 Gebäude in der Pasteurstraße wurden gleichzeitig in einer Kernbauzeit von ca. 8 Monaten (März bis Oktober 2007) energetisch saniert. Erste Messergebnisse zur Energieeinsparung in den Wintermonaten liegen nun vor. Jetzt profitieren alle Mietparteien von den Sanierungsmaßnahmen und sparen kräftig Heizkosten. In diesem Jahr werden nun zwei weitere Gebäude in Neunkirchen „Am Wäldchen“ saniert und im folgenden Jahr sind dann die restlichen zwei Gebäude an der Reihe.
Energetische Sanierung im Detail
Neben dem „wärmenden Mantel“ für die Gebäudehülle erhielten auch die Kellerdecken und die angrenzenden Wandbereiche entsprechende Dämmungen. Die Außenfassade wurde mit 160 mm starken Polystyrolplatten gedämmt, die auf das Bestandsmauerwerk aufgebracht wurden. Ebenso wurden die Kellerdecken gedämmt und die Dachflächen neu aufgebaut und abgedichtet. Aufgrund des schlechten Zustandes der Balkonbrüstungen und den daraus resultierenden konstruktiven Schwierigkeiten der Fassadendämmung, wurden die Betonbrüstungen samt Geländerkonstruktion abgesägt und durch leichte, pulverbeschichtete Stahlgeländer ersetzt. Darüber hinaus wurden alle Fenster gegen neue, wärmeisolierende Fenster ausgetauscht und alle Eingangstüren, sowie die Eingangsüberdachung erneuert.
Das energetische Konzept
Alle Maßnahmen wurden vom IZES, Institut für ZukunftsEnergieSysteme, begleitet, das neben der Erstellung des energetischen Konzeptes auf EneV-Neubau-Niveau auch die Wärmebrückenberechnungen für kritische Bauteile wie z.B. Balkone oder Fensterlaibungen anfertigte. Berechnung und anschließende Messungen ergaben, dass der Energieverbrauch der Häuser halbiert werden konnte. Vor der Sanierung lag der gemessene Heizwärmeverbrauch bei 173 kWh/m2*a (~17,3 Liter Öl pro m2 und Jahr) je Wohnblock. Nach Sanierung wurden noch 75 kWh/m2*a verbraucht (~7,6 Liter Öl pro m2 und Jahr). Damit werden für das sanierte Gebäude pro Jahr rund 40 t CO2 im Vergleich zu vorher eingespart.
Zügiges Vorgehen
Eine besondere Herausforderung bestand für das Architekturbüro Lehners und Barbian in der technischen Umsetzung unter laufendem Betrieb. Um die Einschränkungen für die Mieterinnen und Mieter möglichst gering zu halten, wurde die gesamte Sanierung in nur 8 Monaten durchgeführt. Dies erforderte eine detaillierte Ausarbeitung und Optimierung der technischen und zeitlichen Bauabläufe bereits in der Planungsphase und darüber hinaus eine konstante Überwachung der Bauaktivitäten.
Gute Kommunikation
Die WOGE Saar stellt für diese Sanierungsmaßnahme ein Investitionsvolumen von 700.000,00 € pro Mietshaus zur Verfügung und ist von Anfang an um eine konsequente Mieterbeteiligung bemüht. Von den ersten, schriftlichen Benachrichtigungen über das Vorhaben und die folgende Mieterversammlung in einem nahe gelegenen Restaurant, wurden die Mieter ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Für die weiteren Sanierungsmaßnahmen an den Häusern 1 und 4 sowie 3 und 6 wurde ein Mieterbeirat gegründet, welchem pro Gebäude 2 Mieter angehören, die stellvertretend für alle Hausbewohner an Terminen mit der Bauleitung und Mieterbetreuung teilnehmen. Gelohnt haben sich Mühe und Aufwand allemal. Mieter und die WOGE Saar profitieren nicht nur von einer enormen Wohnwertsteigerung und einer Senkung der Nebenkosten, sondern auch von der individuellen und eleganten, Fassadengestaltung durch das Architekturbüro Lehners und Barbian.
.. Wenn alle an einem Strang ziehen
Reinhold Jäger, Sprecher der WOGE-Geschäftsführung, ist zufrieden: „Am Wäldchen“ hat sich gezeigt, was möglich ist. Wir können aktuell den Energieverbrauch um rund die Hälfte senken, und damit sinkt auch entsprechend der Ausstoß an klimaschädlichem CO2“. Das ehrgeizige Projekt sei vorbildlich gelungen, weil alle an einem Strang gezogen hätten. Über Mieterversammlungen, den Mieterbeirat und eine Mieterzeitung seien alle Beteiligten immer auf dem neuesten Stand gehalten worden. Das Architekturbüro Lehners und Barbian habe zusammen mit der IZES und den Baufirmen ganze Arbeit geleistet. Zukunftsweisend war der Sanierungsverlauf ebenfalls. So führt die WOGE Saar in diesem Jahr an zwei weiteren Gebäuden „Am Wäldchen“ und einem in Völklingen Heidstock eine energetische Komplettsanierung durch. Weitere Gebäudesanierungen sind in ähnlicher Weise für die nächsten Jahre geplant.
Ihr Ansprechpartner:
Gerd Modrow
Telefon +49 0681 / 38930 220
E-Mail zu Gerd Modrow
Wohnungsgesellschaft Saarland mbH
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